Was ist ein Quilt?
Ein Quilt besteht aus drei Lagen: dem Top/der Vorderseite, einem Vlies aus Baumwolle oder anderen Materialien sowie der Rückseite. Von einem Quilt spricht man dann, wenn die drei Schichten mittels Steppstichen oder dekorativen Zierstichen miteinander verbunden werden. Die Steppstiche können von Hand oder mittels Nähmaschine erfolgen und unterschiedlich aufwändig ausfallen. Als Abschluss wird das Binding (Schrägband) angenäht, welches den Quilt umrandet und schön abschliesst.
Inches, Zoll oder Centimeter?
Als ich begann, Quilts zu nähen, musste ich mich sehr schnell entscheiden, ob ich in unserer metrischen Welt mit Centimetern bleiben oder zu Inches wechseln wollte. Da sehr viele Quiltanleitungen aus Amerika kommen und die Masse in Inches angegeben werden, lag der Wechsel nahe. Inches werden auf Deutsch Zoll genannt, 1 Inch entspricht 2.54 cm. Da die Inches im Gegensatz zu Centimetern und Millimetern keine kleinere Einheit haben, wird der Inch in Brüche unterteilt: 1/2, 1/4 und 1/8 sind gängige Grössen. Ein Stoffstück muss z. B. auf das Format 2 1/2 x 3 7/8 ’’ zugeschnitten werden.
Was ist der Unterschied zwischen Patchwork und Quilten?
Fügt man kleine Stoffstücke oder Stoffreste (Patches) zu einem grösseren Stück zusammen, spricht man von Patchwork. So wurden früher noch brauchbare Stoffreste so gut wie möglich wiederverwendet, denn Stoff war teuer. Heute schneidet man grössere Stoffstücke bewusst in kleinere Teile, um sie anschliessend wieder zu kunstvollen Mustern zusammenzusetzen oder verwendet wie früher Stoffreste.
Ein Quilt besteht aus drei Lagen: dem Top/der Vorderseite, einem Vlies aus Baumwolle oder anderen Materialien sowie der Rückseite. Von einem Quilt spricht man dann, wenn die drei Schichten mittels Steppstichen oder dekorativen Zierstichen von Hand oder mit der Nähmaschine miteinander verbunden werden. Das Absteppen wird Quilten genannt. Früher ging es darum, die Füllung des Quilts aus Baumwollbällchen durch das Absteppen an Ort und Stelle zu halten. Es ist das gleiche Prinzip wie bei einer Steppjacke oder einem Daunenduvet.
Wie lange dauert es, einen Quilt zu nähen?
Die Dauer für die Fertigstellung eines Quilts hängt von verschiedenen Faktoren ab und ist sehr unterschiedlich lang. Deshalb lohnt es sich, sich bei Bedarf frühzeitig zu melden, am liebsten vier bis sechs Monate im Voraus!
Die in einen Quilt investierte Zeit ist sehr individuell und abhängig von verschiedenen Faktoren. Je einfacher das Desing, je grösser die Blöcke und je mehr Nähzeit verfügbar, desto schneller sind das Quilttop und die Rückseite fertig.
Das Quilten hängt ebenfalls von verschiedenen Faktoren ab: Wenn ich den Quilt extern zum Quilten auf der Longarm Maschine gebe, kann das zwei bis vier Monate dauern, je nach Wartefrist. Auf meiner herkömmlichen Nähmaschine kann ich nur kleinere Decken mit ganz einfachen (Wellen-)Linien quilten. Dies geht zwar schneller, ist aber von der Grösse her beschränkt. Quilte ich von Hand, was ich nicht besonders gerne mache, dauert es unter Umständen Jahre, bis die Decke fertig ist.
Wieso ist ein Quilt so teuer?
Bis zur Fertigstellung eines Quilts sind viele Arbeitsschritte involviert, das meiste Handarbeit: Design und Stoffe aussuchen und zusammenstellen, Stoffe von Hand zuschneiden, Stoffstücke zu Blöcken zusammennähen, teils mehrmals zurechtschneiden/begradigen, die Blöcke so lange (um-)platzieren, bis das Design stimmig ist, dann Blöcke zusammennähen, bis ein fertiges Top entsteht. Dazwischen bügeln, bügeln, bügeln. Anschliessend die Rückseite des Quilts vorbereiten und zusammennähen. Nach dem Quilten den Quilt begradigen, den Stoff für das Binding bügeln und zuschneiden, zusammennähen und bügeln, die eine Seite mit der Maschine annähen, die andere von Hand. Zum Schluss eine Etikette von Hand annähen.
Die Quiltstoffe sind von sehr guter Qualität und deshalb etwas teurer. Wenn ich das Quilten extern gebe, entstehen Fremdkosten, die ebenfalls eingerechnet werden. Würde man den effektiven Zeitaufwand mit einem realistischen Stundenlohn berechnen, wäre ein Quilt unbezahlbar. All dies ergibt schlussendlich den Verkaufspreis.
Wie ist das Design eines Quilts aufgebaut?
Oft besteht das Design eines Quilts aus einzelnen quadratischen Blöcken, die das Muster, z. B. einen Stern, enthalten, oder Teil eines grösseren Musters sind. Dann werden die Blöcke zu Reihen zusammengenäht – entweder Block an Block oder abgetrennt mittels Sashing, einem Zwischenstreifen, der jeden Block umrahmt. Anschliessend werden diese Reihen zusammengenäht. Je nachdem kommt noch eine Umrandung aus einer oder mehreren Schichten darum herum, bis das Quilttop die gewünschte Grösse erreicht hat. Die Rückseite eines Quilts kann entweder aus einem grossen Stoffstück oder aus mehreren zusammengesetzten bestehen.
Welche Arbeitsschritte braucht es für einen Quilt?
Bis zur Fertigstellung eines Quilts sind viele Arbeitsschritte involviert, das meiste Handarbeit: Design und Stoffe aussuchen und zusammenstellen, Stoffe von Hand zuschneiden, Stoffstücke zu Blöcken zusammennähen, teils mehrmals zurechtschneiden/begradigen, die Blöcke so lange (um-)platzieren, bis das Design stimmig ist, dann Blöcke zusammennähen, bis ein fertiges Top entsteht. Dazwischen bügeln, bügeln, bügeln. Anschliessend die Rückseite des Quilts vorbereiten und zusammennähen. Alles bügeln. Quilttop, Vlies und Rückenstoff auslegen und zusammenheften. Quilten. Nach dem Quilten den Quilt begradigen, den Stoff für das Binding bügeln und zuschneiden, zusammennähen und bügeln, die eine Seite mit der Maschine annähen, die andere von Hand. Zum Schluss eine Etikette von Hand annähen.
Wie ist ein Quiltblock aufgebaut?
Die einfachsten Quiltblöcke bestehen aus einem oder mehreren Quadraten, Rechtecken oder Dreiecken. Das sind die Grundformen, auf denen die meisten Muster basieren. Oft besteht ein Quiltblock aus einem, zwei, vier oder neun Teilen, die dann zu einem Quadrat oder Rechteck zusammengesetzt werden.
Beispiele für traditionelle Quiltblöcke?
Es gibt sehr viele traditionelle Quiltblöcke, die eine lange Geschichte haben, wie zum Beispiel der Log Cabin Block, der wie eine Blockhütte aufgebaut ist. Man beginnt mit einem Quadrat, welches schrittweise auf jeder Seite von rechteckigen Streifen umrandet wird analog der Konstruktion einer Blockhütte. Durch die Farbgebung und -platzierung sowie die Breite der Stoffstreifen können sehr unterschiedliche Effekte erzielt werden. Meist ist das Quadrat rot und steht für das Herdfeuer in der Hütte. Je nach Anzahl Blöcke und Farbgebung lassen sich unglaubliche Effekte erzielen.
Sehr vielfältig sind auch alle möglichen Arten von Sternen, die sich aus Quadraten und Dreiecken konstruieren lassen.
Ein weiterer beliebter Block ist der flying geese block, ein gleichschenkliges Dreieck, das rechts und links je durch ein kleineres Dreieck zu einem Rechteck ergänzt wird. Die grossen Dreiecke gleichen fliegenden Gänsen. Auch hier macht die Farbgebung und -platzierung den Unterschied.
Dies ist nur eine kleine Auswahl an traditionellen Quiltblöcken!
Wie verwendet man einen Quilt?
Quilts sind je nach Grösse angenehme Bett- oder Kuscheldecken, eigenen sich als dekorative Tagesdecke für Bett und Sofa, als Krabbeldecke fürs Baby, als Picknickdecke oder als Dekorationselement, um eine heimelige Atmosphäre zu schaffen. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig.
Kann man einen Quilt waschen?
Quilts sind bei 30 °C in der Waschmaschine waschbar und können im Wäschetrockner/Tumbler getrocknet werden. So erhalten sie den leicht zerknitterten, dreidimensionalen Look. Alternativ können sie nach dem Waschen zum Trocknen aufgehängt und gebügelt werden. Die Quiltstoffe sollten im Prinzip nicht abfärben, bei sehr dunklen Stoffen empfiehlt sich jedoch eine gewisse Vorsicht.
Was ist Civil War Fabric?
Während des amerikanischen Bürgerkriegs (1861-65) fehlte den Soldaten Bettzeug. Deshalb nähten die Frauen zuhause noch brauchbare Stoffreste alter Kleidung zu Decken zusammen, die die Soldaten warm hielten. Grosse Stoffstücke waren viel zu kostbar oder gar nicht erhältlich. Die typischen Farben für (Kleider-)Stoffe jener Zeit waren erdige Töne wie Beige, Braun, Blau, Türkis, Dunkelrot, Violett, Rosa, Senfgelb und seltener Grün. Die Stoffe waren klein gemustert, enthielten Blumen, Blätter, Sterne etc. oder grafische Elemente wie Streifen, Karos und Punkte. Dies Art Stoffe wird heute nach wie vor produziert.
Was ist Feedsack Fabric?
Während der Zeit der Grossen Depression der 1930er-Jahre war Stoff wieder sehr teuer. Als geniale Werbemassnahme begannen die amerikanischen Futtermittelproduzenten, ihre Stoffsäcke, die Hühnerfutter, Mehl, Zucker oder Saatgut enthielten, mit farbigen Mustern zu bedrucken. Die Säcke konnten sehr einfach aufgetrennt und deren Stoff für allerlei Nähprojekte wie Schürzen, Kleider, Vorhänge, Kissenbezüge und Quilts verwendet werden. Die echten Feedsack Fabrics sind heute heiss begehrt.
Die Stoffe der 1930er-Jahre zeichnen sich aus durch ihre Farbigkeit und Verspieltheit bis hin zum Kitsch. Geometrische Muster sind genauso typisch wie herzige Tiere (Hunde, Katzen, Lämmchen, Gänse, Kaninchen etc.) oder Blumen in allen Grössen und Farben. Teils haben die Designs etwas Kindliches. Heute sind viele reproduzierte Stoffe erhältlich, die sich in ihrem Design an die damalige Zeit anlehnen.










